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Geschichte des DVZO

Die Grün­dungs­jah­re 1968 — 1969

1968 bis 1977
1968

“Zür­cher Sekun­dar­schü­ler plant Muse­ums­bahn” titelt der Tages-Anzei­ger vom 6. Novem­ber und wünscht dem Schü­ler Tho­mas Hager viel Erfolg.

Hager plant den Muse­ums­be­trieb zwi­schen Dürn­ten und Bubi­kon oder Bubi­kon und Wolf­hau­sen. Der Zür­cher Kom­po­nist und Musik­leh­rer Armin Schi­bler (1920–1986) unter­stützt die Idee, indem er bei deren Pro­pa­gie­rung in der Öffent­lich­keit mit­hilft und die Türen zu Zei­tungs­re­dak­tio­nen und Gemein­de­ver­wal­tun­gen öffnet.

1969
Vereinsgründung

Bereits Ende Janu­ar wird der Ver­ein von sech­zehn Inter­es­sier­ten gegrün­det. Er hat zum Zweck, eine Muse­ums­bahn im Zür­cher Ober­land zu betrei­ben. Bloss auf einen Namen kann man sich noch nicht eini­gen. Doch der Schwie­rig­kei­ten nicht genug : Roll­ma­te­ri­al ist nicht zu fin­den und Gemein­den ist die Sache äus­sert suspekt.

1970

Die Deut­sche Bun­des­bahn bie­tet dem jun­gen Ver­ein zwei Dampf­lo­ko­mo­ti­ven zum Kauf an. Aus finan­zi­el­len Grün­den wird dar­aus aber nichts.

Der Dampf­bahn-Ver­ein Zür­cher Ober­land, wie er unter­des­sen heisst, und die Mit­tel-Thur­gau-Bahn orga­ni­sie­ren eine Dampf­fahrt. Lau­es Inter­es­se zwingt zur kurz­fris­ti­gen Absage.

1971

Der Dampf­lo­ki-Club Heri­s­au führt vom DVZO orga­ni­sier­te Dampf­zü­ge am Ober­land­fest in Bäretswil.

Gleich drei gros­se Über­ra­schun­gen erhält der Ver­ein im Früh­jahr aus Win­ter­thur : Als Geschenk zwei Werk­loks der Fir­ma Gebrü­der Sul­zer AG, die Ed 3/4 Nr. 2 und die Ed 2/2 Nr. 3, und zu einem sym­bo­li­schen Preis eine Ec 3/4 des Tech­nora­mas der Schweiz.

1972

Die SBB gibt bekannt, dass sie den Bahn­ver­kehr auf der Stre­cke Bau­ma — Bärets­wil — Hin­wil end­gül­tig stil­legt, die Anla­gen jedoch erhal­ten bleiben.

1973

Trotz immer noch ange­spann­ter Finan­zen kommt der DVZO zu den ers­ten Güter­wa­gen, und eine vier­te Loko­mo­ti­ve wird erworben.

Zwei Per­so­nen­wa­gen der SBB kön­nen restau­riert werden.

1974

Das Jahr der ers­ten Fahrt mit eige­nem Roll­ma­te­ri­al. Begeis­ter­te Ober­län­der rei­sen mit zwei “Tiger­lis” (eines haben sie erst gera­de von der Zement­fa­brik Vigier erwor­ben) und den bei­den Per­so­nen­wa­gen von Hin­wil nach Pfäf­fi­kon ZH.

1975

Mit­glie­der des DVZO beglei­ten als Kon­duk­teu­re die Züge der 100-Jahr-Jubi­lä­en der Stre­cke Win­ter­thur-Sin­gen und der Tösstalbahn.

Wagen der Sihl­tal- und der Ror­schach-Hei­den-Bahn wer­den eingekauft.

1976

Bei ver­schie­de­nen Bahn­ju­bi­lä­en wir­ken Ver­eins­mit­glie­der als Kon­duk­teu­re und Sou­ve­nir­ver­käu­fer mit.

Anläss­lich des 100-Jahr-Jubi­lä­ums der SBB-Stre­cke Win­ter­thur — Koblenz wer­den Dampf­zü­ge mit der E 3/3, inklu­si­ve DVZO-Besat­zung, geführt.

1977

Die Revi­si­ons­ar­bei­ten schrei­ten zügig vor­an. Altes Roll­ma­te­ri­al wird dem Ver­ein teil­wei­se schon zum Kilo­preis von fünf Rap­pen angeboten.

Der DVZO arbei­tet zusam­men mit den SBB ein Betriebs­kon­zept aus. Dane­ben wer­den Fahr­plä­ne und Tari­fe geregelt.

1978 bis 1985
1978

Ein Traum wird Wirk­lich­keit : Die Ober­län­der Muse­ums­bahn nimmt am 6. Mai ihren Betrieb auf. Nach den obli­ga­ten Fest­an­spra­chen, Musik­dar­bie­tun­gen und Glück­wün­schen sei­tens der SBB und der SLM Win­ter­thur, schnei­det Ernst Hub­mann, ein ehe­ma­li­ger Zug­füh­rer der Ueri­kon-Bau­ma-Bahn, das blau-weis­se Band durch und gibt so dem Eröff­nungs­zug den Weg frei. Begeis­ter­te Pas­sa­gie­re fah­ren mit, Foto­gra­fen schies­sen Bil­der am Lauf­me­ter und ver­ängs­tig­te Kühe neh­men Reissaus.
Die Qua­li­tät der Koh­le führt immer wie­der zu Dis­pu­ten. Sie soll nicht rus­sen, nicht zu schwer und nicht zu tro­cken sein. Für das ers­te Betriebs­jahr ent­schliesst man sich für eine Koh­le aus dem Ruhrpott.
Zum ers­ten Mal geht es rund um den Bach­tel, zur Fei­er des 150-Jahr-Jubi­lä­ums der Gemein­nüt­zi­gen Gesell­schaft des Bezirks Hinwil.

1979

Mit­te Okto­ber tref­fen sich mehr als ein hal­bes Dut­zend Dampf­lo­ko­mo­ti­ven in Bau­ma zum Swiss Steam Fes­ti­val. Im Mit­tel­punkt steht die fran­zö­si­sche Mika­do mit vier Pullman-Wagen.

1980

Die SBB stel­len den frisch revi­dier­ten Dampf­trieb­wa­gen der ehe­ma­li­gen Ueri­kon-Bau­ma-Bahn mit der Bezeich­nung CZm 1/2 Nr. 31 in sei­nem ursprüng­li­chen Ein­satz­ge­biet vor.

1981

Extra­zü­ge des DVZO fah­ren über die Stamm­stre­cke hin­aus nach Win­ter­thur, Wald, Kemp­ten und Wolf­hau­sen. Meh­re­re Per­so­nen­wa­gen ver­keh­ren in his­to­ri­schen Zugs­kom­po­si­tio­nen am Gott­hard zum 100-jäh­ri­gen Bestehen des Tunnels.

1982

Das Dampf­lä­de­li weilt am 29. August zu Besuch in Balsthal.
Mit der Mie­te des Sta­ti­ons­ge­bäu­des in Neu­t­hal taucht das ers­te Aus­bau­pro­jekt auf. Eine zwei­glei­si­ge Remi­se für Unter­halts­ar­bei­ten soll dort entstehen.

1983

Der Zustand der Stre­cke schränkt den Betrieb erst- mals ein : Fahr­ten über die Weis­sen­bach-Brü­cke bei Neu­t­hal in Dop­pel­trak­ti­on wer­den ver­bo­ten, denn die Brü­cken­la­ger wei­sen Ris­se auf.

1984

Unwet­ter las­sen einen Hang unter­halb von Bärets­wil abrut­schen. Der Dampf­zug weicht für ein Wochen­en­de ins Töss­tal aus.
Erst­mals ver­kehrt ein bor­deau­x­ro­ter Buf­fet­wa­gen auf der Stre­cke. Er ent­stand nach drei­jäh­ri­ger Umbau­zeit aus einem Per­so­nen­wa­gen der Emmen­tal-Burg­dorf-Thun-Bahn. Ser­viert wer­den klei­ne Imbis­se und Getränke.

1985

Am Fest “125 Jah­re Cen­tral­bahn­hof” in Basel ver­keh­ren Wagen des Oswald Steam Sams­ta­gern und des Ver­eins hin­ter Dampf­lo­ko­mo­ti­ven der SBB.

Die Ed 3/4 Nr. 2 erscheint als Sujet auf Kaffeerahmdeckeli.

Die Bro­schü­re “Ein Ver­ein betreibt ein Bahn­un­ter­neh­men” von Peter Schwar­zen­bach, Maja und Marc Wil­di erscheint.

1986 bis 1992

Wir arbei­ten noch dar­an, die Geschich­te zu ver­voll­stän­di­gen. Bit­te kom­men Sie spä­ter wieder.