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Ressorts

Die Res­sorts die­nen als orga­ni­sa­to­ri­sche Gefäs­se für die Mit­ar­beit im Ver­ein. Sie sind durch einen Lei­ter geführt, der für die Per­so­nal­ein­tei­lung, die Aus­bil­dung, die Aus­rüs­tung und ande­re all­täg­li­che Din­ge zustän­dig ist. Jeder aktiv Enga­gier­te ist also einem oder meh­re­ren Res­sorts zuge­teilt. In den tech­ni­schen Res­sorts ist die Mit­ar­beit in der Regel nicht fix geplant, man kann nach Lust und Lau­ne erschei­nen, wann immer man gera­de will. In den betrieb­li­chen Res­sorts hin­ge­gen ist die Ver­bind­lich­keit grös­ser. Wer ein­mal ein­ge­teilt ist, ver­pflich­tet sich min­des­tens mora­lisch (eine „Zahl­tags­kür­zung“ kann ja nicht statt­fin­den) zum pünkt­li­chen Erschei­nen oder dann zur Ersatz­stel­lung auf eige­ne Initiative.
Auch die Gesel­lig­keit kommt in den ver­schie­de­nen Res­sorts nicht zu kurz.

Werkplatz Uster (Technik)

In der ältes­ten Rund­re­mi­se der Schweiz ist die Tech­nik Uster zu Hau­se. Hier wer­den unse­re Dampf­loks und his­to­ri­schen Wagen unter­hal­ten und repariert.

Unse­re Werk­statt ist gut aus­ge­rüs­tet : Dreh­bän­ke, Frä­sen und Boh­rer – maschi­nen­grün und hand­ge­steu­ert. Die Bestand­tei­le einer Dampf­lok sind in Hand­ar­beit gefer­tig­te Ein­zel­stü­cke. In der Remi­se Uster wer­den alte Hand­wer­ke wie Schlos­ser, Mecha-niker, Werk­zeug­ma­cher u.ä. noch aus­ge­übt. Die Fas­zi­na­ti­on für mecha­ni­sche Pro­blem­stel­lun­gen ist eine opti­ma­le Moti­va­ti­on zur Mitarbeit.

    • Mindestalter
      14 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      kei­ne Vorgaben
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Wagenunterhalt / ‑revision (Technik)

Bei der Eisen­bahn ist nicht nur der Umgang mit Metall gefragt : Unse­re über 100-jäh­ri­gen Wagen­käs­ten sind aus Holz.

Zim­mer­manns­wis­sen oder Schrein­er­fä­hig­kei­ten sind heiss begehrt ! Aber auch wer mit Pin­sel und Far­be oder Ste­cker und Kabel umge­hen kann wird immer eine Auf­ga­be fin­den. Wei­ter muss unser rol­len­des Kul­tur­gut in regel­mäs­si­gen Abstän­den tech­ni­sche Kon­trol­len unter­zo­gen wer­den. Hand­werk­li­ches Geschick und Freu­de an his­to­ri­schen Fahr­zeu­gen sind idea­le Vor­aus­set­zung für die Mitarbeit.

    • Mindestalter
      14 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      kei­ne Vorgaben
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Buffetwagen (Betrieb)

Jeder unse­rer Züge führt einen roten « Wag­gon Restau­rant » mit. Die Mit­ar­bei­ten­den die­ses Res­sorts küm­mern sich im Buf­fet-wagen des DVZO wäh­rend der rund 40-minü­ti­gen Fahrt um das Wohl der Gäste.

Ein Zwei­er­team pro Wagen stellt sich der Her­aus­for­de­rung, die Fahr­gäs­te mit Snacks und Geträn­ken zu ver­wöh­nen. Alles, was es dazu braucht, ist mit­zu­neh­men. Auch bei Extrafahr­ten und sta­tio­nä­ren Apé­ros ist das Buf­fet­wa­gen­team ger­ne gefragt. Stand­fes­tig­keit ist nicht nur wegen des wacke­li­gen Unter­grunds gefragt, denn an den Wen­de­or­ten des Zuges kann es schon mal hek­tisch werden.

    • Mindestalter
      14 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 2
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Dampflädeli (Betrieb)

An den Fahr­sonn­ta­gen ist das Dampf­lä­de­li mit sei­nem Bil­lett- und Sou­ve­nir­ver­kauf belieb­te Anlauf­stel­le für die Fahrgäste.

Im ehe­ma­li­gen Gepäck­wa­gen F3 steht eine gros­se Aus­wahl von Arti­keln für den Eisen­bahn­fan sowie für gros­se und klei­ne Kin­der zur Ver­fü­gung. Der Ver­kauf von Dampf­bahn­bil­let­ten unter dem Dach der his­to­ri­schen Bahn­hofs­hal­le in Bau­ma ist eine wich­ti­ge Auf­ga­be. Dane­ben reprä­sen­tiert der mobi­le Ver­kaufs­stand den Ver­ein an ver­schie­de­nen Anlässen.

    • Mindestalter
      18 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 4
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Billettverkauf (Betrieb)

Auf dem Per­ron in Hin­wil emp­fängt die Bil­lett­ver­käu­fe­rin oder der Bil­lett­ver­käu­fer die Fahrgäste.

Lan­ge bevor der Dampf­zug von Bau­ma in Hin­wil ein­fährt, fin­den sich die ers­ten Fahr­gäs­te auf dem Per­ron ein. « Hat es Platz für einen Kin­der­wa­gen ? », « Kön­nen Velos trans­por­tiert wer­den ? », « Wann fährt der Zug wie­der zurück ? » – Kun­den­dienst hier ist direk­ter Kon­takt mit den Leu­ten und ihren Fra­gen und ihrer Neu­gier­de. Bei Unre­gel­mäs­sig­kei­ten im Betrieb kann es auch mal etwas hek­tisch werden.

    • Mindestalter
      16 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      kei­ne Vorgaben
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Barriereposten 98a (Betrieb)

Im Neu­t­hal steht der ein­zi­ge Bar­rie­ren­pos­ten der Schweiz, der als sol­cher noch in Betrieb ist.

Die Auf­ga­be des Bar­rie­ren­wär­ters ist das Bedie­nen der Bar­rie­re und der Signa­le, um eine siche­re Zug­fahrt zu gewähr­leis­ten. Was bei moder­nen Bahn­an­la­gen elek­tro­nisch gesteu­ert wird, ist hier noch Hand­ar­beit und über­lie­fert einen frü­her häu­fi­gen Beruf in die heu­ti­ge Zeit.

In Aus­nah­me­fäl­len enga­giert sich das Res­sort beim Bewa­chen von ande­ren Bahnübergängen.

    • Mindestalter
      18 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 2
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Rottenküche (Betrieb)

In Bau­ma steht noch einer : Ein Rot­ten­wa­gen. Der rote Bahn-wagen mit ein­ge­bau­ter Küche dient der Ver­pfle­gung des Per­so­nals an öffent­li­chen Fahrsonntagen.

An den zwölf Betriebs­sonn­ta­gen pro Jahr ist Hoch­be­trieb in der Rot­ten­kü­che : In zwei Schich­ten wer­den rund 30 aktiv Mit­ar­bei-ten­de mit einem fei­nen Mit­tags­me­nu ver­wöhnt. Wer ger­ne mit der gros­sen Kel­le in gros­sen Töp­fen rührt, ist sehr willkommen.

    • Mindestalter
      16 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      kei­ne Vorgaben
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Administration

DVZO Stabstellen

In einem gros­sen Ver­ein wie der DVZO einer ist, fal­len vie­le admi­nis­tra­ti­ve Auf­ga­ben an. Wer sich eher die­ser Art von Beschäf­ti­gung zuge­neigt fühlt, ist herz­lich will­kom­men, anzupacken.

Hier gilt es Print­pu­bli­ka­tio­nen zu erstel­len, an der Home­page und ande­ren Online­auf­trit­ten zu arbei­ten, Vers­än­de ein­zu­pa­cken, Abla­ge und Archi­vie­rung zu orga­ni­sie­ren und Infor­ma­tio­nen zu ver­tei­len : Viel­sei­tig ist es auf jeden Fall und zu tun gibt es genug.

    • Mindestalter
      16 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      kei­ne Vorgaben
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Ziischtigsclub

Gegen Ende der 1980er-Jah­re ver­schwand die Bahn­meis­te­rei Bau­ma, die bis­her das alte Loko­mo­tiv­de­pot in Beschlag genom­men hat­te. Die SBB tole­rier­te vom damals erst seit zehn Jah­ren akti­ven DVZO nur  das Ein­stel­len der kal­ten Dampf­lok und ab 1987 noch der Elek­tro­lok. Die Wagen­re­vi­si­on hin­ge­gen fand unter der Lei­tung von Köbi Kel­ler an Sams­ta­gen im Frei­en statt, mit dem aus­ge­gleis­ten Gepäck­wa­gen F 201 als Werkstatt.

Es dau­er­te nicht lan­ge, bis Ideen zur Fül­lung des Vaku­ums auf­tauch­ten und sogleich in die Tat umge­setzt wur­den. Von der SBB konn­te jetzt ein gan­zer Loko­mo­tiv­stand à 40 Meter gedeck­tem Gleis gemie­tet wer­den. Das ande­re Gleis dien­te offi­zi­ell immer noch der Bahn­meis­te­rei Win­ter­thur zur Abstel­lung des Schnee­pflugs und zum Schmie­ren des Sta­ti­ons­trak­tors. Eini­ge initia­ti­ve Aktiv­mit­glie­der waren sodann der Mei­nung, dass die Anla­gen mit 4 monat­li­chen Ein­satz­ta­gen etwas schlecht aus­ge­las­tet sei­en, zudem bestan­den neue Vor­stel­lun­gen über das Porte­feuille einer Wagen­re­vi­si­on. Bis­her galt strik­te Auf­ga­ben­tei­lung : Die Abtei­lung Zug­för­de­rung und Werk­stät­ten der SBB war für die tech­ni­schen Arbei­ten am Unter­ge­stell zustän­dig, die DVZO-Wagen­grup­pe für die Kos­me­tik der Innen­ein­rich­tung. Am Ver­eins­aus­flug im Mai 1989, der zur nahen Forch­bahn führ­te, beschlos­sen Kurt Wild, Rolf Geh­rig, Gerold Luley, Wil­ly Ulmer, Domi­nik Lüthi und noch ein paar ande­re Kol­le­gen, sich jeweils am Diens­tag­abend im Depot Bau­ma ver­tieft den Wagen zu wid­men und als “Ziisch­tigs­club” neu auch tech­ni­sche Revi­sio­nen durch­zu­füh­ren (nicht nur der Name wur­de der dama­li­gen Dis­kus­si­ons­sen­dung am Schwei­zer Fern­se­hen DRS ent­lehnt, son­dern auch die meist mehr­stün­di­gen Gesprächs­run­den im Anschluss an den Arbeits­ein­satz). Par­al­lel dazu rich­te­ten Wal­ter Braun­sch­wei­ler, Jog­gi Schau­fel­ber­ger und Theo Egli in jah­re­lan­ger Klein­ar­beit jeweils Diens­tag­nach­mit­tags eine schliess­lich recht ansehn­li­che Werk­statt ein.

Als ers­tes wur­de der abge­stell­te Sihl­ta­ler C 108 einer knapp andert­halb­jäh­ri­gen Total­re­vi­si­on unter­zo­gen, gleich dar­auf genoss der C 107 die­sel­be Kur. Natür­lich gab es aller­hand Ideen, mit wel­chen Pro­duk­ti­ons­mit­teln der Ver­ein dar­über hin­aus zusätz­lich zu beglü­cken sei, und zwar unab­hän­gig von einer nach­hal­ti­gen Res­sour­cen­pla­nung, geschwei­ge denn der Mei­nung des Vor­stands, ganz nach dem Mot­to “wer macht, hat Macht”. So ent­stand z.B. aus einem von der SBB über­nom­me­nen Wrack die “Rosi­ne”, eine 1.5 Ton­nen schwe­re Motor­drai­si­ne für leich­ten Ran­gier­dienst und Inspek­ti­ons­fahr­ten auf der Stre­cke. Dar­über hin­aus wur­de das Depot für die eige­nen Zwe­cke ange­passt, es ent­stan­den mit teil­wei­se sehr impro­vi­sier­ten Mit­teln die Male­rei, eine Gar­de­ro­be mit Dusche, ein Lager­bo­den, die Schrei­ne­rei und ein Auf­ent­halts­raum. Die SBB war mit dem Auf­ent­halts­raum für das Zug­per­so­nal nur noch bis 1994 präsent.

Nach­dem die ers­ten Wer­ke so flott von Stat­ten gegan­gen waren, fühl­te man sich 1994 fit für die Haupt­re­vi­si­on des BC 151 (heu­te WR 151), eines völ­lig ver­rot­te­ten Holz­kas­ten­wa­gens der ehe­ma­li­gen Seet­hal­bahn. Die­ser Hosen­lupf war dann aber doch etwas schwer und konn­te nur dank der Mit­hil­fe des mitt­ler­wei­len in Uster ent­stan­de­nen zwei­ten “Ziisch­tigs­clubs” nach sie­ben müh­sa­men Jah­ren abge­schlos­sen wer­den. Den Lead in der Über­ho­lung des Wagen­parks über­nahm dar­auf zwar Uster, aber in Bau­ma wur­den doch auch immer wie­der klei­ne­re und grös­se­re Arbei­ten durch­ge­führt, so etwa die Haupt­re­vi­si­on des C 105, des F 204, des C 6074 ali­as 6109 und des C4 152 ali­as 9394. Unter der Lei­tung von Jür­gen Rakow, Dani­el Rutsch­mann und Hans Appen­zel­ler ent­stan­den auch eini­ge wun­der­schö­ne Güter­fahr­zeu­ge, so die Kran­wa­gen­grup­pe, der “Wal­der Bier­wa­gen” und der Shell-Kesselwagen.

Zuneh­mend liegt das Depot Bau­ma im Span­nungs­feld von Tech­nik, Betrieb, Infra­struk­tur und Immo­bi­li­en, die alle ihre kon­stan­ten Bedürf­nis­se nach Man­nes- und Frau­en­kraft haben. Für den Chef (bzw. den, der sich gera­de dafür hält) war und ist es nicht immer ein­fach, Prio­ri­tä­ten zu set­zen und alle Bedürf­nis­se auf ein  Mal zu befrie­di­gen. Trotz den gele­gent­lich dar­aus resul­tie­ren­den Span­nun­gen ist die akti­vis­ti­sche Kon­stanz und die sozia­le Attrak­ti­vi­tät die­ses Tum­mel­felds auch für jun­ge Mit­ar­bei­ter den­noch bis heu­te ungebrochen.

Zu Beginn des “Ziisch­tigs­clubs” waren so zwi­schen die 6 und 9 Akti­ve am Arbei­ten, wäh­rend Sit­zun­gen des Ver­eins­ka­ders auch mal nur 2 oder 3. Sie tra­fen sich um 19.00 Uhr, nach­dem die einen im “Froh­sinn” gemein­sam Znacht geges­sen hat­ten. Gear­bei­tet wur­de bis exakt 21.30 Uhr, dann gab es im Auf­ent­halts­raum (dem heu­ti­gen Schrau­ben- und Elek­tro­ma­ga­zin) einen Fil­ter­kaf­fee aus Fami­lie Luleys Küche oder ein Boxer-Bier aus dem Harass, manch­mal auch ein Gläs­li Roten aus der Banktru­he. In der Regel dau­er­te die­se Run­de so bis 23.00 Uhr, gele­gent­lich bis tief in die Nacht, wenn jeman­dem grad eine total genia­le Idee gekom­men war und man die­se bis in alle Details durch­spre­chen muss­te. Heu­te kom­men bis zu 15 Leu­te, eini­ge davon arbei­ten nur hier mit, ande­re sind auch in wei­te­ren Res­sorts tätig. Die meis­ten tref­fen bereits zwi­schen 17 und 18 Uhr (oder noch frü­her) ein und gehen dann gemein­sam zum Znacht am lan­gen Tisch im “Bahn­höf­li”, der an man­chen Aben­den doch zu klein ist. Ab unge­fähr 19 Uhr — der Chef drängt zum Auf­bruch — wird gear­bei­tet, aber vie­le machen sich ab 20.30 Uhr schon wie­der auf den Heim­weg. Meist sind es nur noch weni­ge, die sich nach gele­gent­li­chem Arbeits­schluss um ca. 22 Uhr noch im Rot­ten­wa­gen ein Bier holen um im Bahn­dienst­ma­ga­zin ein wenig zu verweilen.

Über all die Jah­re wur­den im “Ziisch­tigs­club” um die 40’000 Arbeits­stun­den geleis­tet. Dafür sei an die­ser Stel­le allen der rund 50 ehe­ma­li­gen und immer-noch-Akti­ven der letz­ten 25 Jah­re ganz herz­lich gedankt.

 

Weisch no…

… wie Rolf Geh­rig und Wil­ly Ulmer im Som­mer 1991 die bei­den Prell­bö­cke aus mas­si­vem Beton und ein­ge­gos­se­nem Alt­ei­sen an einem Nach­mit­tag ent­fer­nen woll­ten und man dafür schliess­lich eini­ge Tages­schich­ten eines Abbruch­un­ter­neh­mers brauchte ?

… wie unter der Lei­tung von Aldo Poz­zi im August 1991 der ver­krümm­te Trieb­zap­fen der Ed3/3 401 wie­der grad gerich­tet wur­de, wie der dama­li­ge tech­ni­sche Lei­ter mit den Wor­ten “das gan­ze Ober­land weiss von die­ser Akti­on, nur ich nicht – und die SBB wird das sowie­so nie akzep­tie­ren” rein­ge­platzt kam, wie nur zurück­kam “war­um bist da dann hier?” und “der Chef Zug­för­de­rung und Werk­stät­ten drückt uns heu­te Abend bei­de Dau­men!” und wie der tech­ni­sche Lei­ter dar­auf ver­schwand und nie mehr im Amt gese­hen wurde ?

.. wie nach Weg­fall der Arbei­ter-Spät­schicht im SBB-Sta­ti­ons­dienst die Depot-Manö­ver jeweils sel­ber mit der “Rosi­ne” aus­ge­führt wur­den, mit lan­ger Zug­stan­ge und bedien­ter Handbremse…?

… wie Mit­te der 90er-Jah­re ein aus­ran­gier­ter BT-Vier­ach­ser zum Auf­ent­halts- und Kurs­lo­kal umge­baut wer­den soll­te, nach einem hal­ben Jahr inten­si­ver Arbeit mit grös­se­ren Inves­ti­tio­nen aufs Abstell­gleis und schliess­lich nach wei­te­ren Jah­ren auf den Schrott­platz gestellt wurde ?

.. wie der im Febru­ar 1994 lei­der all­zu­früh ver­stor­be­ne Land­wirt Jakob Hür­li­mann aus Bärets­wil als ein­zi­ger mit dem Sozi­al­fall “Soso” zu Ran­de kam und als Begrün­dung dafür nur erwähn­te, zu Hau­se auf dem Hof rede er doch auch mit dem Vieh…?

… wie vie­le “Kome­ten” (sie tau­chen auf, leuch­ten hell und spek­ta­ku­lär, dann ver­schwin­den sie bald wie­der still auf Nim­mer­wie­der­se­hen) und “Heli­ko­pter” (sie schwir­ren mit Getö­se her­an, wir­beln Staub auf und ver­schwin­den mit Getö­se eben­so schnell wie­der) wir in all den Jah­ren gese­hen haben ?

Baudienst (Infrastruktur)

5,6 km Stre­cke zwi­schen Bau­ma und Bärets­wil gehö­ren dem DVZO. Da muss geschau­felt, geputzt, geholzt und gemäht wer­den, mal von Hand, mal mit grös­se­ren oder klei­ne­ren Maschi­nen. Die Arbeit geht nie aus.

Im Som­mer­halb­jahr pfle­gen die Mit­ar­bei­ter des Res­sorts « Bau­dienst » jeweils an ein bis zwei Sams­ta­gen pro Monat die ver­eins­ei­ge­ne Stre­cke. Eine wei­te­re Auf­ga­be die­ses Res­sorts ist die regel­mäs­si­ge Kon­trol­le der Stre­cke durch Bege­hun­gen. Hel­fen­de Hän­de sind jeder­zeit herz­lich will­kom­men. Aus­bil­dung zum Sicher­heits­chef gemäss RTE 20 100 ist möglich.

    • Mindestalter
      18 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      kei­ne Vorgaben
Mit­glied werden

Lokbetreuer (Betrieb)

Hier ist anpa­cken gefragt. Unse­re « alten Damen », die Dampf-loks, sind nicht zim­per­lig aber gefrässig…

Koh­le schau­feln, Was­ser nach­fül­len, Schla­cke weg­füh­ren oder zuhin­terst auf der Platt­form nach mög­li­chen Brän­den Aus­schau hal­ten : Ohne Lok­be­treu­er läuft nichts ! Zudem besteht hier die Mög­lich­keit, sich so schmut­zig zu machen wie selten.

Ange­hen­de Hei­zer enga­gie­ren sich wäh­rend min­des­tens einer Sai­son als Lok­be­treu­er, um die nöti­ge Erfah­rung im Betrieb zu sammeln.

    • Mindestalter
      14 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      kei­ne Vorgaben
Mit­glied werden

Dampflokheizer (Betrieb)

Mit Was­ser und Feu­er pro­du­ziert der Hei­zer die Kraft, um einen vol­len Zug über den Berg zu befördern.

Die Aus­bil­dung zum Hei­zer kann beim DVZO absol­viert wer­den. Neben dem prak­ti­schen Hei­zen sind tech­ni­sches Know-How und fahr­dienst­li­che Kennt­nis­se gefragt. In den Win­ter­mo­na­ten lernt der Hei­zer bei den Unter­halts­ar­bei­ten die DVZO-Dampf­loks Stück für Stück ken­nen. Hier wird altes Hand­werk gepflegt.

    • Mindestalter
      18 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      gem. Ver­ord­nung VTE (indi­rek­te Kategorie)
    • Einsätze pro Jahr
      min. 50 Stunden
Mit­glied werden

Dampflokführer (Betrieb)

Lok­füh­rer sein ist für eini­ge ein Kin­der­traum. Wer die­sen bereits ver­wirk­licht hat und neben den moder­nen Trieb­fahr­zeu­gen Lust auf alte Tech­nik hat, ist herz­lich will­kom­men. Im Som­mer wird gefah­ren — und im Win­ter wer­den die Gefähr­te wie­der auf Trab gebracht.

Dampf­lok­füh­rer beim DVZO ler­nen alle Dampf- und Elek­tro­loks des Ver­eins zu bedie­nen. Vor­aus­set­zung ist die Erfah­rung als Dampf­lok-Hei­zer und die Bereit­schaft zur Instruk­ti­on und Prü­fung über die Betriebs­vor­schrif­ten DVZO.

    • Mindestalter
      20 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      gem. Ver­ord­nung VTE (direk­te Kategorie)
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 6
Mit­glied werden

Elektrolokführer (Betrieb)

Lok­füh­rer sein ist für eini­ge ein Kin­der­traum. Wer die­sen bereits ver­wirk­licht hat und neben den moder­nen Trieb­fahr­zeu­gen Lust auf alte Tech­nik hat, ist herz­lich willkommen.

In Ergän­zung zu den Dampf­loks fah­ren wir gele­gent­lich auch mit den alten Elek­tro­loks, dafür sind kei­ne Dampf­kennt­nis­se erfor­der­lich. Elek­tro­lok­füh­rer beim DVZO ler­nen alle Elek­tro­loks des Ver­eins zu bedie­nen. Vor­aus­set­zung ist die Bereit­schaft zur Instruk­ti­on und Prü­fung über die Betriebs­vor­schrif­ten DVZO.

    • Mindestalter
      20 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      gem. Ver­ord­nung VTE (direk­te Kategorie)
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 3
Mit­glied werden

Rangierbegleiter (Betrieb)

Bei der Vor­be­rei­tung der Züge und beim Manö­vrie­ren spielt der Ran­gier­be­glei­ter eine wich­ti­ge Rol­le. Wäh­rend sei­nes Ein­sat­zes arbei­tet er oder sie eng mit dem Lok­per­so­nal, den Fahr­dienst-lei­tern und dem Zug­chef zusammen.

Der Ran­gier­be­glei­ter stellt die Wagen gemäss Ran­gier­plan in der rich­ti­gen Anzahl und Rei­hen­fol­ge zusam­men und hilft beim Wen­den der Züge mit. Kör­per­li­che Schwer­ar­beit beim Kup­peln wech­selt sich ab mit län­ge­ren Kaffeepausen.

    • Mindestalter
      18 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      gem. Ver­ord­nung VTE (indi­rek­te Kategorie)
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 50 Stunden
Mit­glied werden

Stationspersonal (Betrieb)

Der Bahn­hof Bärets­wil und die Bahn­hofs­hal­le Bau­ma wer­den noch bedient wie vor 60 Jah­ren : Der Fahr­dienst­lei­ter stellt vor Ort die Wei­chen und gibt die Stre­cke frei.

Die­se Auf­ga­be bedingt eine Aus­bil­dung, die beim DVZO absol­viert wer­den kann. Der Fahr­dienst­lei­ter trägt eine Uni­form mit rotem Hut, und mit dem Abfahr­stab erteilt er dem Lok­füh­rer die Abfahr-erlaub­nis. Wenn es ein­mal zu Ver­spä­tun­gen oder tech­ni­schen Pan­nen kommt, ist in Bärets­wil ruhig Blut gefragt. Am Abend kön­nen dann die Geschich­ten beim Fei­er­abend­bier noch­mals zum Bes­ten gege­ben und herz­lich gelacht werden.

    • Mindestalter
      18 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      gem. Ver­ord­nung ZSteBV
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 4
Mit­glied werden

Zugpersonal (Betrieb)

Der DVZO pflegt den per­sön­li­chen Kon­takt mit sei­nen Fahr-gäs­ten : Anstel­le von Selbst­kon­trol­le und elek­tro­ni­schen Fahr­aus­wei­sen haben wir noch — wie vor 50 oder 100 Jah­ren — alte Kar­ton­bil­let­te, die von einem Kon­duk­teur geknippst werden.

Der Kon­duk­teur oder die Kon­duk­teu­rin beant­wor­tet Fra­gen, hilft Kin­der­wa­gen in den Gepäck­wa­gen ver­la­den, führt Brems­pro­ben durch und kon­trol­liert die Bil­let­te. Unse­re Kon­duk­teu­re sind die Visi­ten­kar­ten des Vereins.

Wer Lust hat auf mehr, kann sich zum Zug­chef aus­bil­den lassen.

    • Mindestalter
      14 Jah­re
    • Gesetzliche Vorgaben
      kei­ne
    • Einsätze pro Jahr
      min­des­tens 4
Mit­glied werden