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Hans Schmidhauser verstorben

Ehrenmitglied Hans Schmidhauser

Hans Schmidhauser verstorben

Unser Grün­dungs- und Ehren­mit­glied Hans Schmid­hau­ser ist am 2. Sep­tem­ber 2021, sei­nem 85. Geburts­tag, in Zürich verstorben.

Foto : Hans Schmid­hau­ser erklärt einer Besu­cher­grup­pe die Lok Ed 3/4 2 (Bärets­wil, 1978 ; Samm­lung DVZO)

Bei der Ver­eins­grün­dung gehör­te Hans Schmid­hau­ser als Ver­si­che­rungs­kauf­mann weder zu den « Jung­spun­den » noch zu den Pro­fi-Bähn­lern in der rund 30-köp­fi­gen Schar der Dampf­bah­nen­thu­si­as­ten. Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent, ein wei­tes Bezie­hungs­netz und mili­tä­ri­sche Füh­rungs­er­fah­rung qua­li­fi­zier­ten ihn schon früh fürs Ver­eins­ka­der. Bereits 1971 wur­de er in den Vor­stand beru­fen und über­nahm das Amt des Betriebs­lei­ters. Nach ein­zel­nen Son­der­fahr­ten 1972 und 1975 galt es ab 1978 den regel­mäs­si­gen öffent­li­chen Betrieb sicher­zu­stel­len. Die Haupt­ar­beit des Betriebs­lei­ters bestand damals weni­ger aus Büro­kra­ten­kram, Füt­te­rung des Papier­ti­gers oder AZG-kom­pa­ti­blen Per­so­nal­ein­tei­lun­gen, als viel­mehr in der Bezie­hungs­pfle­ge mit hohen Funk­tio­nä­ren bei der SBB, ohne die der Dampf­zug nicht auf die Schie­nen gekom­men wäre. Für das For­ma­le wur­de ganz dis­kret schon gesorgt. Hans konn­te die­se Kon­tak­te bie­ten, und er garan­tier­te so über 10 Jah­re lang die grund­so­li­de Eta­blie­rung des musea­len Bahn­be­triebs im Zür­cher Ober­land in enger Koope­ra­ti­on mit den Dienst­stel­len der SBB-Kreis­di­rek­ti­on III. 

Man­che Vor­stands­sit­zung fand damals ent­we­der in sei­ner geräu­mi­gen Woh­nung am Zürich­berg oder in sei­nem Feri­en­haus in der hin­te­ren Stor­chen­egg unter­halb des Hörn­li statt. Das Wachs­tum um jeden Preis war ihm nicht geheu­er, « Weni­ger ist mehr ! » sein Mot­to – dank der umfas­sen­den Für­sor­ge der SBB gelang die gedeih­li­che Ent­wick­lung des Ver­eins auch so pro­blem­los. Mehr als höchs­tens zwölf jähr­li­che Betriebs­ta­ge mit Extrafahr­ten gab es erst, nach­dem Hans 1991 aus dem Vor­stand zurück­ge­tre­ten war, die SBB zuneh­mend das Inter­es­se am Ober­län­der « Haus­mu­se­um » ver­lor und der DVZO sel­ber Geld ver­die­nen muss­te. Hans blieb dem DVZO aber herz­lich ver­bun­den und enga­gier­te sich bis übers Jahr 2000 hin­aus als Zug­füh­rer und Betriebs­auf­sicht. Das nach­las­sen­de Gehör bewog ihn dann zwar, sei­ne Ein­sät­ze im Zug­dienst zu been­den. Nie jedoch liess er es sich neh­men, per­sön­lich zur Gene­ral­ver­samm­lung zu erschei­nen und sei­ne dezi­dier­te Mei­nung zum einen oder ande­ren Geschäft mit kla­ren Wor­ten kundzutun.

Aber­mals ist nun mit Hans Schmid­hau­sers Hin­schied die Grup­pe der DVZO-Urpio­nie­re klei­ner gewor­den. Wir geden­ken des Auf­bau-Arbei­ters der ers­ten Stun­de in Dankbarkeit.

Jürg Haus­wirth